Das heilende Bad im Thurgauer Wald

In Japan eine anerkannte, von der Krankenkasse unterstüzte Therapieform, bei uns noch weitgehend unbekannt; das Waldbaden. Shinrin-Yoku sagen die Japaner dazu, was mit «Bad in der Atmosphäre des Waldes» übersetzt wird. Mit Badehosen und Nasswerden hat es also nichts zu tun. Vielmehr soll beim Waldbaden der ganze Organismus in die mit heilsamen Wirkstoffen angereicherte Luft eintauchen, die von Waldpflanzen verströmt wird. Durch angeleitete Achtsamkeits- und Entspannungsübungen wird entschleunigt und der Thurgauer Wald mit allen Sinnen wahrgenommen. Die Waldbaderei Illighausen bietet verschiedene Angebote von Schnuppern bis zu ganzen Wochenenden an.

Wasservögel am Bodensee beobachten

Der Bodensee ist ein Vogelparadies. Vor allem der Seerhein und das Ermatinger Becken weisen eine sehr hohe Biodiversität auf. Über 50 Prozent aller Wasservögel des Bodensees sind hier beheimatet. Ihre faszinierende Welt kann mit der Vogelschaufahrt der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) ab Kreuzlingen und Konstanz erkundet werden. Ein Experte des Thurgauer Vogelschutzes ist mit an Bord und liefert während der einstündigen Fahrt spannende Hintergrundinformationen über die gefiederten Bewohner und die Ökologie des Bodensees. Leihferngläser werden zur Verfügung gestellt.

Des Alfred Vogels Heilpflanzen

Das EchinaPoint-Erlebniszentrum widmet sich der spannenden Geschichte der Naturheilkunde. Mit allen Sinnen werden Herstellung und Wirkungsweise von pflanzlichen Arzneimitteln sowie das Leben und Werk des Naturheilkunde-Pioniers Alfred Vogel erkundet. Der Name EchinaPoint rührt übrigens von Alfred Vogels Lieblingspflanze Echinacea, dem roten Sonnenhut. In den 1950er Jahren brachte er diese Pflanze von einer Amerikareise mit in die Schweiz. Bis heute wird Echinacea unter anderem zur Stärkung der Abwehrkräfte verwendet. Das Erlebniszentrum ist täglich geöffnet, der Eintritt frei.

Alpaka-Balancewanderung

Auf der Balancewanderung von Alpaka-Zauber Güttingen nimmt Yogalehrerin Jacqueline Baumann Gäste mit auf eine zweistündige Reise durch die Natur. Begleitung machen eine Handvoll unglaublich süsser Alpakas. An Kraftorten am See, in Wäldern und auf Feldern wird Halt für Atem- und Yogaübungen gemacht. Die flauschigen Alpakaherren, die übrigens eine beruhigende Wirkung auf den Menschen haben sollen, sind immer ganz nahe mit dabei. Yogavorkenntnisse sind keine nötig.

Entlang der Thurgauer Bauerngärten

Herrliche Riegelhäuser und romantische Bauerngärten in allen Formen und Farben gehören in die Thurgauer Landschaft wie das Amen in die Kirche. Obwohl die ursprüngliche Notwendigkeit der Selbstversorgung an Bedeutung verloren hat, pflegen viele Bäuerinnen und Bauern ihre Gärten nach wie vor mit Hingabe. Auf verschiedenen Routen zu Fuss oder mit dem Fahrrad wird diese blühende Vielfalt im ländlichen Kulturgut des Thurgaus erlebbar. Einige Gärten sind immer zugänglich, bei andern spienzelt man vom Gartenzaun aus. An ausgewählten Tagen sind alle Gärten offen und begeisterte GärtnerInnen laden zu Führungen ein.

Mosten auf dem Biohof Mausacker

Biobauer Hans Oppikofer bewirtet auf seinem Hof Mausacker oberhalb von Arbon rund 500 Hochstammapfelbäume. Ein nachhaltiger und respektvoller Umgang mit der Natur ist ihm dabei wichtig. Man merkt’s im Apfelsaft. Vom Hochstämmer kriegt man mehr Aromatik im Apfel. Mehr Blätter, bessere Fruchtausreifung. Weiteres Wurzelwerk, bessere Nährstoffaufnahme. Aber wie wird aus dem Obst Most? Von Juli bis November am Freitagmorgen wird auf dem Biohof Mausacker gemostet. Was es dazu alles braucht kann bei Hans erlebt werden, mit der Möglichkeit, selbst Hand anzulegen.

Thurgauer Rundwanderweg

Der 200 Kilometer lange Thurgauer Rundwanderweg ist wohl die geruhsamste und gemächlichste Art, den Bodenseekanton Thurgau zu entdecken. Der Rundwanderweg führt, gut ausgeschilderte, durch die grünen Weiten und an die schönsten Plätze der Region. Vorbei an 25 kleinen Seen und an fast ebenso vielen Burgen und Schlössern. Entlang des Bodensees ist eine Kombination mit der Schifffahrt speziell schön und entspannt müde Wanderbeine.

Bodensee-Kanuweg

Mit 44 Kilometern Fahrtlänge führt der Bodensee-Kanuweg von Kreuzlingen über den Rhein bis nach Schaffhausen. Man gleitet vorbei an historischen Schlössern und imposanten Klosteranlagen. Faszinierend ist aber auch die von Wind und Wellen gewiegte Ufernatur mit all ihren Bewohnern. Auf der zweitägigen Tour besteht die Möglichkeit, charmante Badeplätze, gemütliche Hafenrestaurants und beschauliche Fischerdörfchen zu besuchen. Kanu-Vermietstationen finden sich entlang des ganzen Bodenseeufers.

Barfuss auf dem Nollen

Auf einer vier oder sieben Kilometer langen Strecke überrascht der Barfussweg bei Wuppenau via Fusssohlen mit ganz neuen Sinneseindrücken. Wiesen, Bäche, Waldböden und Sinnesposten wechseln mit kurzen steinigen oder asphaltierten Streckenabschnitten ab. Eine wunderbare Sicht auf den Seerücken, den Bodensee und den Alpstein unterwegs ist inklusive.

Spiritualität und Kraftorte am Bodensee

Stille und Langsamkeit findet man in der Region Thurgau Bodensee auch hinter den altehrwürdigen Mauern ehemaliger und aktiver Klöster, Schlösser oder Baudenkmälern. Auf dem Jakobsweg ins Kloster Fischingen pilgern, mit den Mönchen beten und den Pilgersegen erhalten, eine Stressauszeit oder Meditation im Kloster geniessen oder Ferien in einer ehemaligen Mönchszelle lassen Ruhesuchende Spiritualität und Sinnlichkeit erfahren. Gesunde Ernährung im Sinne der Hildegard von Bingen, oder Self Care im Bio-Hotel Schloss Wartegg runden die Angebotspalette ab.

Audioguide für faires Reisen am Bodensee

Die Smartphone-App Fairführer zeigt den NutzerIinnen nachhaltige Angebote von Menschen und Unternehmen in der direkten Umgebung an. Geschichten und Hintergründe in Form von spannenden Audiobeiträgen machen ihn zum idealen Reisebegleiter für bewusste Reisende.

Den Thurgau entdecken